Und, wie war’s?

Die Britsche Insel hat als Reiseland wirklich sehr viel zu bieten und es ist toll, dass ich so viel davon sehen durfte. Großartige Landschaften und nette Menschen konnte ich kennenlernen. Unglaublich, aber wahr: Über 6800 km liegen hinter uns.

Mit der Wahl meiner Standorte bin ich nach wie vor zufrieden, ebenso mit der Länge des jeweiligen Aufenthalts. Eigentlich ist fast jede besuchte Region einen eigenen Urlaub wert und sehr vieles habe ich natürlich nicht gesehen und steht schon auf einer „Missed“ – Liste. Wahrscheinlich war nicht jeder Tag ganz optimal ausgenutzt und hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer. Ich fand es jedes Mal wieder spannend, in einer neuen Region anzukommen und diese auszukundschaften. Was hat mir am besten gefallen? Das ist natürlich schwierig zu beantworten, aber besonders angenehm überrascht hat mich Northumberland, das ich eigentlich nur wegen des Hadrianswalls auf der Liste hatte und weil es mir in einem Stück nach Schottland zu weit gewesen wäre. Dass die Region so vielseitig ist, habe ich vorher nicht gewusst. Auch der Firth of Forth hat mir sehr gut gefallen und die nordöstliche Strecke nach Dundee oder bis Aberdeen könnte ich mir als eine Reisestrecke für die Zukunft vorstellen.

Eine gute Entscheidung war der Jahresbeitritt zum National Trust, das hat sich wirklich gelohnt. Selbst in Stonehenge musste ich keinen Eintritt bezahlen. Außerdem hat man immer gleich lohnende Ziele in der Region zur Hand, da vom Herrenhaus bis zum Hügel unglaublich viele Orte vom National Trust betreut werden.

Fast jeder Tag brachte ein eigenes Geschenk mit sich: Am Malham Cove beispielsweise traf ich ein nettes Ehepaar aus Essex just in dem Moment, als die Fortsetzung des Weges wegen einer Mauer samt Leiter zum Drübersteigen für uns nicht machbar schien. Ohne viele Worte hob der Mann Marley darüber, sein eigener Hund bewältigte das Hindernis spielend. Auch meine Einwände, dass Marley ihn schmutzig mache und sich vielleicht noch weitere Hindernisse auftun könnten, wurden weggelächelt. Wir wanderten zusammen hinab ins Dorf, gottseidank ohne dass der nette Herr nochmal aktiv werden musste. Die Sonne am Abend, die Toilette, die dann doch noch auftaucht, die richtige Musik zum richtigen Zeitpunkt: Die Liste toller überraschender Momente ist lang und hält die Erinnerung an die einzelnen Stationen der Reise besonders lebendig.

Meine pflanzlichen Begleiter an fast jedem Tag: Brombeeren und Farn.

Veröffentlicht von moggimobil

In den nächsten 11 Monaten möchte ich viel unterwegs sein, die meiste Zeit zusammen mit meinem Labrador. Das ist möglich geworden durch mein Sabbatjahr, das nun begonnen hat. Wer mag, kann mich über den Blog ein wenig dabei begleiten.

6 Kommentare zu „Und, wie war’s?

  1. Ich bin ja auch immer wieder überrascht, wie lange hier (in England) Brombeeren etc. an den Sträuchern hängen. Dass wir diese Woche noch Stangenbohnen von den Sträuchern gegessen haben, von denen wir im Juli schon geerntet haben, dass ich am Wegesrand Brombeeren essen kann, fast so viel ich will, und dass wir sogar noch 3x Himbeeren aus dem Garten hatten, ist einfach faszinierend – nicht zu vergessen eine große Portion Rhabarber!

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      1. In Rheinhessen, das heißt wir haben es nah zu den umliegenden Mittelgebirgen. Aber auch hier wurde in puncto Wanderwege einiges getan, es gibt zum Beispiel die Hiwweltouren, nette Runden für einen Tag oder Nachmittag.

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