Canterbury-Cambridge-Cromer

Am frühen Samstagmorgen ist es in Canterbury noch ruhig. In einer Seitenstraße serviert ein Lokal Full Vegetarian English Breakfast draußen auf dem Gehweg. Offensichtlich ist es in den Morgenstunden ein Rentnertreff, so dass ich mit der älteren Pudelbesitzerin neben mir, die offensichtlich jeder kennt, einen kleinen Plausch halten kann. Zum Frühstück gibt es 2 wirklich leckere, dicke, getoastete und mit Salzbutter bestrichene Weißbrotscheiben. Dann packen wir unsere Sachen. Chester und ich sprechen noch über die politische Lage und er ist einigermaßen verzweifelt über die undemokratischen Entwicklungen. Wir reden über Demonstrationen und dass es diese nur in London gebe. Daran würde ich heute noch zurückdenken.

Nach Cambridge sind es ca. eineinhalb Stunden. Ich unterquere die Themse. Nach den stressigen Parkplatzerfahrungen in Canterbury fahre ich direkt den Park and Ride Platz an, wobei ich nicht weiß, ob der Hund im Bus mitfahren darf. Den österreichischen Maulkorb im Gepäck spreche ich den zuständigen Herrn in gelber Weste an. „My dear, if he is nice to me!“, meint er nur, strahlt mich an und tätschelt Marley den Kopf. Offensichtlich ist dieser bester Laune und knurrt nicht zurück… Auch der Busfahrer fragt nur kurz nach, ob es denn ein netter Hund sei. Gruß nach Österreich (Insider wissen, was ich meine). Höflich wie ich bin, frage ich den Herrn, neben den wir uns setzen, ob das für ihn in Ordnung wäre. Klar, wenn er nicht abgeleckt wird, sonst müsse ich ihm Seife spendieren. Alles klar. Marley verhält sich mal wieder vorbildlich, als würde er jeden Tag mit einem vollen Bus fahren. Überhaupt: Er wird ständig angeflirtet, angelächelt, gestreichelt, angeschnalzt…

Cambridge selbst ist natürlich wunderschön, ein College, eine Schule, ein schönes Gebäude, ein toller Park neben dem anderen, aber soooooo voll mit Menschen! Ich beglückwünsche mich zur P+R Entscheidung. Aus Richtung Marktplatz höre ich interessante Geräusche, die mich neugierig machen. Neben dem Markt mit tollen Ständen: Eine Demo! Für Europa! Gegen Boris Johnson! Empörte Briten! Toll! Wir lassen uns durch die Gassen hin zum Fluss treiben. Eine Hochzeitsgesellschaft wirkt wie zusätzliche Deko. Die Braut im Rolls Royce, die Damen mit Fascinator, wie aus einer Illustrierten. Später sehe ich die Gesellschaft noch einmal auf dem Fluss Cam in flachen Holzbooten, auf denen standesgemäßer Imbiss und Getränke serviert werden. Sehr romantisch!

Wir sind erschöpft und treten den Rückweg zum Parkplatz an. Ein Einkauf bei Waitrose und weiter geht es Richtung Nordosten an die Küste von Norfolk. Hier checken wir auf einem sehr schönen Campingplatz ein. Das moggimobil bleibt jetzt mal stehen, wir erkunden die Gegend zu Fuß. Fotos werden noch nachgereicht.

Veröffentlicht von moggimobil

In den nächsten 11 Monaten möchte ich viel unterwegs sein, die meiste Zeit zusammen mit meinem Labrador. Das ist möglich geworden durch mein Sabbatjahr, das nun begonnen hat. Wer mag, kann mich über den Blog ein wenig dabei begleiten.

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