Black Isle

Black Isle ist keine Insel, dennoch von drei Seiten von Wasser umgeben. Dunkel ist es hier auch nicht; Wälder und Landwirtschaft prägen die Aussicht. Überhaupt ist es hier überhaupt nicht so rau, wie ich mir die Landschaft um Inverness vorgestellt habe. Eigentlich erinnert mich hier vieles an die Eifel. Was es in der Eifel allerdings nicht gibt, ist Clootie Well. Hier sprudelt ein Bächlein aus dem Berg, dem Heilungskräfte nachgesagt werden und so hat man früher ein Stück Kleidung in das Wasser getaucht und dann auf die schmerzende Stelle gelegt. Heute hinterlassen Menschen ein Stück Stoff oder Kleidung an den Ästen der Bäume und Sträucher rund um die Quelle, was insgesamt ein bisschen gruselig aussieht.

Am nächsten Stop, dem Chanonry Point soll man bei Flut vom Strand aus Delfine beobachten können. Doch wir haben leider Pech und außer einem Seehund hebt kein Tier seinen Kopf aus dem Wasser. Da begeben wir uns lieber auf einen schönen Rundweg nach Fortrose, über einen Hügel und Rosemarty zurück zum Ausgangspunkt. In Cromarty werde ich überrascht: Über dem eben noch so friedlichen Anblick der Landschaft erheben sich Bohrtürme im Cromarty Firth.

Zum Abschluss des Tages besuche ich die einzige Distillery der Black Isle: Glen Ord Distillery. Zufälligerweise findet doch noch recht spät am Nachmittag eine Führung statt, die von einem jungen Mann geleitet wird, der dem Aussehen nach bestimmt selbst noch keinen Alkohol trinken darf… auf jeden Fall spricht er sehr klar und verständlich und erklärt den Prozess der Whiskeyherstellung äußerst anschaulich. Die Fahrer unter uns bekommen ein Take-away-Fläschchen der anschließenden Verkostung.

Da ich hier Wifi-mäßig eingeschränkt bin, gibt es nur wenige Bilder. Wobei ich gestern mal wieder festgestellt habe, dass auch die schönsten Fotos doch eben nur ein kleiner Ausschnitt eines Gesamteindrucks sind. Die Ausblicke über die Meeresbuchten bis hinunter zu den Cairngorms, das Wolken-Sonne-Spiel, der Regenschauer, der kilometerweise entfernt gerade niedergeht, das schöne Haus, das ich beim Vorbeifahren sehe, all das lässt sich (von mir zumindest) nicht auf Fotos bannen.

Veröffentlicht von moggimobil

In den nächsten 11 Monaten möchte ich viel unterwegs sein, die meiste Zeit zusammen mit meinem Labrador. Das ist möglich geworden durch mein Sabbatjahr, das nun begonnen hat. Wer mag, kann mich über den Blog ein wenig dabei begleiten.

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